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Wie soll man sich selbst beschreiben?

Selbsteinschätzungen müssen sich ja nicht unbedingt mit dem decken wie die Welt und somit du mich sehen würdest.

Ich halte mich also an die Fakten. Fangen wir also mit meiner Geburt an.

Ich war schon damals renitent und ärgerte meine Mutter eine lange Zeit bis ich dann endlich meine Nase in die Welt steckte. Wenn ich meiner Geburtsurkunde glauben darf war es genau der 26.07.1972.  Aber darauf komme ich später. Der Klapperstorch erzählte mir auf dem Weg zu meinem Zuhause das ich in eine Familie kommen würde wo schon ein großer Bruder, Vater und Mutter vorhanden wäre. Ich kam also dort an und was soll ich euch erzählen? Es war keiner da. Mein Bruder schlief bei einem Freund, mein Vater war arbeiten und meine Mutter wollte sich lieber im Krankenhaus eine gemütliche Woche machen. Sogar der Ofen war aus, was nicht weiter tragisch war denn ich wurde ja im Sommer gebracht.

Also musste der Klapperstorch mich ins Krankenhaus zu meiner Mutter bringen, und aus war es mit der gemütlichen Woche. Von da an ließ ich sie nicht mehr in Ruhe.

Ja ich glaube ich habe einiges gemacht wo meine Eltern und auch Bruder oftmals das Federvieh verfluchten das mich ohne Nachsendeantrag abgeliefert hat. Sie mussten mich somit großziehen, ob sie wollten oder nicht. Mein Leben ging also weiter. Kindergarten und Schule habe ich auch besuchen müssen. Ein Leid für die Menschen die mich auf dem Hals hatten. In der Zeit zerriss ich manche Hose und fuhr manches Rad zu Schrott, zum Leidwesen meiner Eltern und Freude des Einzelhandels. Mit 16 hatte ich dann ein einschlagendes Erlebnis, was noch heute mein Leben beeinflusst. Es war mein Bruder der mir damals zeigte wie lecker Bier sein kann und vor allem wie lustig die Welt dadurch werden kann. Um es kurz zu machen, er brachte mich an die Flasche grins. Nicht das nun gedacht wird ich bin ein Trinker oder gar ein Alkoholiker, nein dem ist nicht so. Nur wenn mal was gefeiert wird und wenn man so sieht was in Deutschland passiert weiß jeder das wir armen Deutschen doch recht selten was zu feiern haben *zwinker. Irgendwann war es dann soweit das ich mir Gedanken machen sollte was ich werden will. Nun ich war schon immer faul und dachte mach doch einfach das was meine Familie mir vorlebt. Mein Bruder war Maler und Lackierer und auch mein Vater. Alle redeten nur von Pinselquäler und da man in meinem Alter das Verbrennen von Insekten, oder aufblasen von Fröschen nicht mehr als Lausbubenstreich sehen wollte, entschied ich mich dann für eine andere Quälerei. Die des Pinsels. Mein Vater wollte mich nicht auf’m Hals haben und meinte ich solle doch lieber was anderes lernen. Also hörte ich auf meinen alten Herrn und begann eine Ausbildung als GWS (Gas, Wasser, Schei...). Aber nach 3 Monaten wollte ich nicht mehr und meinem Vater blieb nix anderes übrig als mich aufzunehmen. Er blieb wirklich mit nichts verschont. 1991 hielt ich dann mein Zeugnis in der Hand was bewies das ich den richtigen Weg eingeschlagen war. Es folgten noch einige Jahre im Betrieb meines Vaters und von dort ging ich dann auf die Suche nach dem was mich beruflich wirklich erfüllte. Nach einigen Stellenwechsel merkte ich dass ich mich auf dem Bock am wohlsten fühlte. Nein ich bin kein Ziegeneinreiter geworden. Den Bock den ich meine ist ein LKW-Bock. Ich wurde und bin noch heute Kraftfahrer.

In der Zeit der Suche fand ich aber noch etwas anderes. Eine Frau die ich auch 1996 heirate. Wie oft im Leben merkt man erst später das es nicht passt und somit war auch eine Trennung dann nicht weit. Das Kapitel Ehe ist seit dem 18.12.2008 nun auch endlich abgeschlossen.

Nach der Trennung lernte ich noch eine Frau kennen die mein Leben beeinflussen sollte. Nein, geheiratet haben wir nicht, das haben wir übersprungen und haben uns sofort daran gemacht Deutschlands Bevölkerung zu vergrößern. Im Oktober 2008 war es nun soweit ich darf mich stolzer Vater einer Tochter nennen. Somit habe ich dann auch endlich das Recht „richtig“ Vatertag zu feiern. Aber nicht nur das ist was mich glücklich macht. Nein, ich freue mich auf meine Tochter, auch wenn es mit der Beziehung nicht geklappt hat, so kommen wir auf der Elternebene sehr gut zurecht und können unserem Kind gute Eltern sein. Ich gebe mein bestes, meinem Kind die Welt zu schenken die es verdient hat.

 

Schaut doch immer wieder mal rein....vielleicht habe ich ja bald wieder was zu erzählen.

Bis bald Marco